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Die androgenetische Alopezie betrifft 95% der Männer mit Haarausfall und stellt die häufigste Form des Haarausfalls dar. Obwohl auch andere Ursachen wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, Hauterkrankungen, Reaktion auf bestimmte Medikamente, Saisonabhängigkeit, Stress, Mangelernährung, Umweltverschmutzung und andere Aspekte des modernen Lebens Haarausfall auslösen können, scheint vor allem die Erblichkeit die größte Rolle zu spielen.

    Der geschätzte prozentuelle Anteil der erblich bedingten männlichen androgenetischen Alopezie liegt auf 81%. Dies bedeutet, dass die genetischen Faktoren eine größere Rolle als die Umweltfaktoren für die Entstehung der Alopezie spielen. Die erbliche Veranlagung stellt den wichtigsten Faktor für das Auftreten der männlichen Alopezie dar, da die Gene die Entstehung, das Alter, das Muster und den Verlauf der männlichen androgenetischen Alopezie determinieren.

Vererbung

Zeigt bis zum Alter von 30 Jahren

Zeigt bis zum Alter von 50 Jahren

    Heute ist es möglich mit spezifischen genetischen Tests die verantwortlichen Gene zu detektieren und somit die Wahrscheinlichkeit der Entstehung der androgenetischen Alopezie bei jungen Männern zu bestimmen.

Männliche androgenetische Alopezie

dr-vekris-is-doing-a-hair-loss-diagnose    Das häufigste Haarausfallmuster der androgenetischen Alopezie ist das Zurücktreten der Stirn-Haar-Grenzen, insbesondere an den Schläfen mit Ausbildung von Geheimratsecken. Im Anschluss kommt es zu einer tonsurartigen, okzipitoparietalen Haarlichtung bei bestehender Haarbrücke und im Verlauf zu einem fast vollständigen Haarverlust parietal.

    Bei 25% der männlichen Bevölkerung ist eine Haarverdünnung mit 30 Jahren sichtbar und bei 50% zwischen dem 45.-50. Lebensjahr. Das Muster und die Progression der männlichen androgenetischen Alopezie werden erblich determiniert. Der Verlauf des Haarverlustes wird durch das Norwood-Hamilton-Schema dargestellt.

    Die Männer mit androgenetischer Alopezie zeigen eine anlagebedingte genetische Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Derivat oder Nebenprodukt von Testosteron. Es erfolgt eine Umwandlung des Testosterons durch das Enzym 5a-Reduktase. Endprodukt dieser Katalyse ist das DHT, welches zu einer Schrumpfung und Unterfunktion der Haarfollikel und klinisch zum Haarausfall mit sichtbarer Haarverdünnung führt. Durch die Wirkung des Hormons DHT wird die Anagenphase (Haarwuchs) des Haarzyklus verkürzt und die Telogenphase (in der das Haarwachstum stoppt) beschleunigt.

    Durch diesen Prozess verlieren die Haare ihre Kraft und fallen aus. Bei vielen Männern kommt es zuerst zur Reduktion der Haardichte durch die Verringerung des Haardurchmesser und nicht wegen Haarausfall. Die Haarfollikel degenerieren progredient, der Haarzyklus wird allmählich verkürzt und die neu wachsenden Haare werden immer dünner und schwächer mit einer immer kürzeren Lebensdauer.

    Schließlich kommt es zu der letzten Phase der Haardegeneration, wobei das Haar dünn und transparent wie Flaum aussieht. Die Dauer dieses Prozesses vom Auftreten der ersten Erscheinungen bis zur letzten Phase der Degeneration ist vom Mann zu Mann unterschiedlich. Der männliche Haarausfall tritt bei den meisten Patienten am Ende der Pubertät auf und schreitet rasch zwischen 20-30 Jahren fort. Zwischen 30-35 Jahren kommt es zu einer Reduktion des Haarausfalls. Im späteren Lebensalter kommt es letztendlich zu einer weiteren Verlangsamung des Haarausfallprozesses mit Stabilisierung des klinischen Bildes und Reduktion der männlichen Hormone im Blut.